Arztpraxis Dr. Christian Schwarzenberg

Internist, Diabetologe LÄK

Den Arztbesuch gut vorbereiten!

■ Wer kennt das nicht - gerade die Arztpraxis verlassen und schon fallen einem all die Fragen ein, die man hätte stellen wollen. Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK, rät deshalb zu einer guten Vorbereitung des Arztbesuchs.

Als Gedankenstütze eigne sich eine kurze Checkliste, gerade wenn das Wartezimmer voll ist und der Arzt es eilig hat.

"Wer sich vorher schriftlich ein paar Notizen macht, kann sie aus der Tasche ziehen, falls die Zeit drängt", so Ursula Marschall. Damit man schnell auf den Punkt kommt und auch nichts Wichtiges vergisst ist es hilfreich, sich beispielsweise stichpunktartig seine Beschwerden aufzuschreiben:

Wo tut es genau weh?

Wie stark ist der Schmerz?

Wie lange hält er an?

Was hat man bereits dagegen unternommen?

Hat eventuell ein bereits eingenommenes Mittel Wirkung gezeigt?

Falls Medikamente nicht gut vertragen werden, bitte festhalten, wie sich dies äußert.


Auch direkt nach der Untersuchung stellen sich häufig viele Fragen:

Was genau habe ich?

Was ist die Ursache für meine Erkrankung?

Was kann ich selber tun. damit es mir besser geht?


„Bei der Besprechung schwerwiegenderer Diagnosen oder einer anstehenden Operation ist es durchaus möglich, eine Vertrauensperson mitzunehmen",erklärt die Medizinerin der Barmer GEK.

Ihr Tipp: Zuhören und sofort nachfragen, wenn man etwas nicht genau verstanden hat.

Sind dennoch Fragen offen geblieben, sollte beim nächsten Arztbesuch nachgehakt werden.

Kurze Notizen können auch aus anderen Gründen sinnvoll sein: wenn beispielsweise wegen eines Umzugs ein Arztwechsel ansteht oder zur Weiterbehandlung ein noch nicht bekannter Facharzt aufgesucht werden muss.

Dr. Marschall empfiehlt in diesem Fall, wichtige Unterlagen wie den Impfpass, Krankenhausberichte oder Befunde mitzunehmen.

Auch mit Fragen nach früheren Operationen und Erkrankungen ist zu rechnen:

Welche waren es und wann?

Wer Allergien hat, sollte dies unbedingt dem neuen Arzt mitteilen.

Eine namentliche Auflistung, welche Medikamente man in welcher Dosis einnimmt, verhindert außerdem Doppelverschreibungen und unerwünschte Nebenwirkungen", so Marschall.

Sind einem die Medikamentennamen zu kompliziert, kann man einfach die Verpackung oder den Beipackzettel mitbringen.


(Auszug aus einer Kassen-Info)